Taubertal Festival - Sonntag, 12.08.2007 |
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Während am Sonntag die Sieger des EMERGENZA Festivals einen breiten Rahmen bekamen und das Wetter endlich passte – warm und trocken - waren die SHOUT OUT LOUDS erst mal für das rocken zuständig (die Mischung aus Punk und Folk machte ja auch sichtbar Spaß), während auf der Hauptbühne der neue Superstar des Pop MIKA frenetisch gefeiert wurde. Nach den Dänen KASHMIR wurde es da auch dann granatenvoll. Seine Mischung aus Robbie Williams und Billy Joel mit einem Schuss Queen’s Freddy kam nicht nur bei dem jüngeren Publikum sehr gut an. Der leichte Pop der ja bekanntlich auch in den Mainstream-Medien hoch- und wieder runtergespielt wird geht schnell ins Ohr, und Chartbreaker wie „Relax, Take It Easy“ und „Grace Kelly“ kann man ja nun auch kaum entfliehen. Ob man auf der Bühne aber unbedingt menschengroße Plüschtiere rumhoppeln lassen musste – da durfte man durchaus geteilter Meinung sein. Auch die nächste Künstlerin ist zwar nicht gerade MI-kompatibel, aber zur Mucke von P!NK kann man nun stehe wie man will, unbestritten ist, dass sie nicht zu denen gehört die sich anbiedert oder groß verbiegen lässt – Pluspunkt. Dementsprechend professionell und anzüglich war ihre 90-minütige Performance vor einem Taubertal, dass ich so voll nun selten erlebt haben (wohl vor Jahren bei den Hosen mal). Schon zu Beginn machte der kleine blonde Wirbelwind klar, wer im Tal nun das Sagen hatte – und auf wessen Seite das Publikum zu stehen habe – es liebt „bad girls“. Wer Hits wie „Just Like A Pill”, „Stupid Girls”, „Leave Me Alone” und „Get The Party Started” hat und dazu mit dem 4 Non Blonds Hit „What’s Up” Achtziger Feeling ins Tal schleudert braucht sich nicht zu verstecken. Highlight Nummer 1 aber ganz klar ein JANIS JOPLIN Medley (u.a. mit „Me And Bobby McGee“ und „Summertime“), das nicht nur das Vermögen ihrer Stimme zeigte (obwohl immer noch weit vom Original entfernt), sondern auch dazu taugte über Damen wie die unsägliche Britney „spührts“ und die süße Aguilera abzulästern. Highlight Nummer 2: „Dear Mr. President” – warum – weil man es ihr abnimmt und man als bekannte Person in den US von Bush dazu schon etwas Mut braucht (sieh nur The Dixie Chick). Wie gesagt, nichts für den Reinmetaller – aber gute Show, gute Liveband (Gitarrist, Schlagzeuger und Keyboarder würden mancher gelobten Rockband gut zu Gesicht stehen) und ein Star ohne Allüren der sich nicht zu fein war in den immer noch matschigen Fotograben zu den Fans zu steigen.
Immer wieder eine positive Anmerkung wert: das Projekt SOUND FOR NATURE (SFN – eine Kooperation zwischen dem Bundesamt für Naturschutz (BfN), der Musik-Agentur K.O.K.S., der Deutschen Rockmusikstiftung und dem Institut für Umweltkommunikation) ging nun ins x-te Jahr. Schon in den letzten Jahren konnte die Energieversorgung fast komplett auf Strom aus Wind- und Wasserkraft aufgebaut werden. Müllvermeidung und Mülltrennung, sanitäre Einrichtungen und Lärmvorschriften – Umweltthemen wurden wie immer sensibel angefasst. (hardy) |
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