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Biografie DRITTE WAHL starteten mit ihrem dritten Album „NIMM DREI“ (veröffentlicht im Mai ’96) bundesweit so richtig durch: ,,Klasse! Erste Liga deutscher Rockmusik“ ROCK HARD), ,,Ein imposanntes Bollwerk“ (ZILLO), „Ein Klassiker mit Intensität und Aussagekraft“ (PLASTIC BOMB) sind nur einige der positiven Einschätzungen der überregionalen Musikpresse. Die drei Rostocker Gunnar (voc/git) Busch’n (voc/bg) und Krel (dr) die ihre ersten Konzerte noch im Underground der DDR-Kultur spielten, verstehen es wie kaum eine andere Band, Elemente des Punk und Metal druckvoll mit ausdrucksstarken Texten zu verbinden. Diese Darbietungen von „kämpferischen, intelligenten, teils schwerblütigen Lyriks“ und „frischem, musikalisch ausgereiftem Punk“ (ZAP) begeistern seit einigen Jahren sowohl die sehr zahlreichen Konzertbesucher als auch die Hörer der verschiedensten DRITTE WAHL-Veröffentlichungen. Im Herbst ’88 gab die Band, die sich in selbstironischer Einschätzung des eigenen musikalischen Spielvermögens sowie der gesellschaftlichen Bedeutung von Menschen mit Widerspruchsgeist und eigenständigem Denkvermögen (in negativer Erweiterung des DDR-Qualitätsstandarts) als DRITTE WAHL benannten, in Rostock ihr erstes Konzert. Damals noch in der Besetzung Busch’n (voc), Gunnar (git), Holm (bg) und Krel (dr). Ein wüstes Gemisch aus Coverversionen (u. a. TOTE HOSEN, GOLDENE ZITRONEN, SEX PISTOLS) und eigenen Songs hatte schon von Anfang an seinen eigenen Reiz! 1991 verließ Holm die Band, um sich fortan seiner Bienenzucht zu widmen... Die neuen Erfahrungen mit der deutschen Realität nach der Grenzöffiiung ’89 spiegelten sich auch im kreativen Schaffen der Band wieder. Mehr und mehr rückten eigene Songs in den Mittelpunkt. Lieder, die die Befindlichkeiten der Zeit, sowohl persönlicher als auch gesellschaftlicher Natur, wiederspiegelten. „RAFF DICH AUF“, das erste überregional bekannte Tape, sicherte der Band einige Achtungserfolge. Als „Exoten“ aus dem Osten erspielten sie sich erste Fans im Westen. Es wurde so gut wie jede Konzertmöglichkeit (für’n „Appel und Ei“) angenommen: der Grundstein für spätere Tourerfolge! Ein Vertrag mit dem neu gegründeten Rostocker AMÖBENKLANG-Label brachte im September 1992 die erste DRITTE WAHL-LP „FASCHING IN BONN“ hervor (wie auch die folgenden Scheiben im Vertrieb der EFA). Seit dieser Zeit ist die Band ununterbrochen in jeder verfligbaren freien Zeit auf Tour durch die deutsche Clublandschaft. Im September 1994 folgte dann das zweite Album „AUGE UM AUGE“: „Wütender Punk.. Absolut ansprechende, erstklassige Texte“ (PLASTIC BOMB) „Enorm gesteigert... Schneller melodischer Hardcore mit unpeinlichen Alltagstexten“ (ROCK HARD), „Verstandlich und ausdrucksstark... Laut und kraftvoll... Elegisch zermürbende Gitarrenschübe... Derbe, schnelle Gitarrenattacken, ohne die Melodie aus den Augen zu verlieren... Texte sind erneut erste Sahne“ (ZILLO). Soweit die Medien. Live entwickelt sich die Band zu einem richtigen „Renner“. Ehrlich vermitteltes Lebensgefühl voller textlicher und musikalischer Dynamik verschmilzt mit einem wilden POGO-Reigen vor der Bühne im Schweiße der Angesichter. Die Band bleibt trotz des Erfolges auf dem Boden, man trifft die Rostocker vor und nach den Auftritten desöfteren zu Bier & Plausch im Publikum. Ausgedehnten Touren durch alle Teile der Bundesrepublik sowie ins Ausland (bisherige Konzerte führten sie u.a. nach Holland, Belgien, Österreich, in die Schweiz sowie nach Tschechien und Ungarn) folgt im Mai 1996 der dritte Longplayer „NIMM DREI“, welcher textlich als auch musikalisch vielseitiger, an seine Vorgänger anschließt, allerdings im Sound die Meßlatte um einiges höherlegte! Die nächste Album-Veröffentlichung „STRAHLEN“ erfolgt im Juni 1998 auf einem eigenen Label (Rausch Records als Teil von Dröönland Production). Der Vertrag mit Amöbenklang war ausgelaufen, vom „Alge“ wird sich nach jahrelanger guter Zusammenarbeit im Guten getrennt und man bleibt in Kontakt miteinander. Die neuen Herausforderungen der Labelarbeit erweisen sich als schönes Betätigungsfeld, liegt doch nun neben Musik und Merchandising auch die Plattenproduktion in den Händen der Band. Die neue Scheibe fährt gute Presse und auch Verkäufe ein, betrachtet man den fehlenden Hype für solcherart Musik (womit die Band im übrigen sehr gut leben kann!) und den rückläufigen „Musikmarkt“: ein großes Dankeschön an Freunde und Fans! Im ROCK HARD landete DRITTE WAHL das zweite Mal hintereinander in der Monatsrubrik „10 x Dynamit“: „Eine solch gelungene Verbindung von messerscharfen und oft superfett metallisch krachenden Gitarren, punkigen Singalongs und ’ner Message, die ohne Phrasen auf den Punkt kommt, muß man trotz einer ganz gut rumzuckenden deutschen Punkszene nach wie vor mit der Lupe suchen.“ „STRAHLEN belegt nachdrücklich, warum diese Band zu den beliebtesten (und eifrigsten) Live-Formationen dieser Republik gehört. Man scheint sich gegenseitig zu inspirieren: Die Band vom Leben auf der Straße, die Fans von der unerschöpflichen Energie, die dies Dreigespann zutage fördert“ (METAL HAMMER). „Die Männer aus Rostock bieten intelligente, vielseitige Unterhaltung inklusive Gehirnzellenfutter“ (VISIONS). „Sie haben sich gewappnet, den Punk ins nächste Jahrtausend hinüberzuretten und zeigen sich dabei sehr innovativ... manchmal schwermütig, aber nie depressiv, zwar kämpferisch, aber nicht übermäßig aggressiv.“ (ZILLO) - DRITTE WAHL in Auszügen aus der Musikpresse. Passend zum 11-jährigen Bühnenjubiläum kommt nun (Ende Mai 1999) diese Rückbesinnung an die Anfangsjahre der Band (1988 - 1990), als es noch nicht abzusehen war, welche Kreise DRITTE WAHL eirmal ziehen werden. Eine Zeit, in der die DDR ihrem unerwarteten Ende entgegenkriselte und dann ruckartig verschwand, in der es eine unerwünschte kritische Gegenkultur gab, die nach eigenen Ausdrucksformen suchte. Mittendrin diese Rostocker: schlecht auf den Instrumenten, dafür aber schön laut. Immer mehr eigenes Songmaterial verdrängte die anfänglichen Coverversionen. Gespielt wurde von Herbst ’88 bis Herbst ’89 vorwiegend auf Partys mit „Flüsterpropaganda“ als Werbung, die Szene wußte Bescheid und erschien zahlreich. Nach Grenzöffnung öffneten sich auch die Liedertexte vom „Zwischen den Zeilen Lesen“ zu klareren Aussagen. Angestauter Frust mußte raus, Vergleiche zwischen den Systemen wurden gezogen. Dieser Zeit wurde sich jetzt erinnert, alte Kladden und Mono-Aufhahmen zutage gefördert und das Ganze dann neu eingespielt. Ganz so neu ist dieser Prozeß allerdings nicht, auf bisherigen Produktionen tauchten schon einige Songs als Bonustracks auf, ebenso auf einer Splitsingle. Die Band erinnert sich ihrer Wurzeln, und ein Baum ohne Wurzeln ist ja bekanntermaßen allerhöchstens Treibholz! Quelle: http://www.dritte-wahl.de/ |
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Diskografie
Fasching in Bonn CD/LP, 1992
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